Performance Max holt sich Videos jetzt selbst, ab Werk eingeschaltet

In den Einstellungen von Performance-Max-Kampagnen taucht unter der Asset-Optimierung ein Häkchen mit dem Etikett „Neu“ auf: „Sourced videos“, darunter der Hinweis, Videos aus anderen Kanälen zu verwenden. Bei neuen Kampagnen ist es gesetzt. Und laut Google kann es auch in bestehenden Kampagnen schon aktiv sein, ohne dass jemand es eingeschaltet hat, als Folge eines „kürzlichen Plattform-Updates“ (recent platform update).
Den Schalter in der Oberfläche hat Search Engine Roundtable am 23. Oktober gezeigt. Zwei Tage vorher war PPC News Feed aufgefallen, dass Google die Hilfeseite umgeschrieben hat: Aus einer Funktion, die man selbst einschalten musste, wurde eine, die man abwählen muss.
Was dahintersteckt, beschreibt die Google-Ads-Hilfe: Google AI durchsucht freigegebene Quellen nach Videos, nämlich soziale Netzwerke, die Landingpage der Kampagne und den verknüpften YouTube-Kanal. Bis zu zehn gecrawlte Videos kommen automatisch in jede Asset-Gruppe, neben selbst hochgeladenen und mit Googles Werkzeugen erzeugten Clips, und werden regelmäßig ausgetauscht. Ausgespielt wird über einen eigenen YouTube-Kanal, der Google gehört, aber Logo und Firmennamen des Werbetreibenden trägt. Voraussetzung ist ein Tagesbudget von mehr als 5 US-Dollar, Google führt die Funktion schrittweise ein; ob sie in deutschen Konten schon läuft, gibt die Hilfeseite nicht an.
Wer sollte jetzt in die Kampagnen schauen?#
Vor allem Teams, deren Videos nicht für Werbung gedacht sind. Ein Reel mit einer Influencerin, deren Vertrag nur organische Posts abdeckt, ein Clip mit lizenzierter Musik oder ein Recruiting-Film vom YouTube-Kanal haben in einer Abverkaufskampagne nichts verloren. Es ist schon die zweite Automatik dieser Art innerhalb weniger Tage: Ab 4. Dezember ziehen neue PMax-Kampagnen auch Bilder von der Landingpage, egal was im Konto eingestellt ist.
Der Weg führt über die Kampagnenliste, das Zahnrad neben der PMax-Kampagne und das Aufklappmenü der Asset-Optimierung. Dort das Häkchen bei „Sourced videos“ entfernen oder über „Manage sources“ nur die Adressen freigeben, die Google durchsuchen darf. Was schon eingebaut wurde, zeigt die Asset-Liste der Kampagne. Weil die Einstellung je Kampagne gilt und nicht fürs ganze Konto, sollten Agenturen mit vielen Kunden die Prüfung als festen Punkt in die nächste Kontorunde aufnehmen; weitere Umstellungen sammelt die Themenseite Google Ads.
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