Google Workspace Studio: Nachfass-Mail nach dem Meeting ohne Code

Der Kundentermin ist vorbei, und die Nachfass-Mail an alle Eingeladenen liegt als Entwurf bereit: Solche Abläufe lassen sich in Google Workspace Studio ab dem 13. Oktober 2026 ohne Code bauen. Der Baustein für Google Meet gibt dann zusätzliche Kalenderdaten aus, darunter die vollständige Liste der Eingeladenen. Für Entwürfe nach dem Meeting bringt er Vorlagen mit.
Das ist einer der neuen Bausteine aus dem Oktober-Release, das Google am 9. Oktober angekündigt hat. Bedingungen lassen sich jetzt ineinander verschachteln, sodass ein Flow mehrstufig entscheidet. Der Gmail-Auslöser kann Antworten im selben Thread ignorieren und startet dann nur bei der ersten eingehenden Mail. Und ein eigener Drive-Schritt sucht Dokumente anhand von Suchbegriffen.
Für ein Vertriebsteam passt das zusammen. Ein Flow auf dem Anfrage-Postfach feuert nicht mehr bei jeder Rückfrage im Thread erneut, verzweigt nach Anliegen und kann über die Dokumentsuche etwa das passende Datenblatt heraussuchen. Bisher hätte man so etwas eher in Zapier oder n8n gebaut. Workspace Studio ist der Baukasten für feste Abläufe; für offenere Aufgaben hat Google zuletzt den Gemini-Agenten vorgestellt.
Wer bekommt die neuen Schritte?#
Alle Workspace-Kunden und Abonnenten von Workspace Individual, die Zugang zu Workspace Studio haben. Für Nutzer sind die Funktionen standardmäßig eingeschaltet, Admins steuern sie über die bestehenden Richtlinien für Domain und Organisationseinheiten. Einzelne Schritte brauchen je nach Sicherheitsrichtlinie eine Genehmigung, bevor sie laufen. Zu Deutschland macht Google keine eigene Angabe. Mehr Abläufe dieser Art sammelt die Themenseite Automatisierung.
Der Rollout läuft schrittweise, bis zur Sichtbarkeit können laut Google bis zu 15 Tage vergehen. Wer den Nachfass-Flow im Team einführen will, schaut also Ende Oktober in den Flow-Builder, nicht schon am 13. Oktober.
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