Gemini in Sheets zeigt jetzt die Webquelle jeder Zelle

Die KI-Funktion in Google Sheets belegt Webangaben künftig Zelle für Zelle und verarbeitet bis zu 3.000 Zellen je Anfrage, ab Business Standard.

Aufgeklappter Laptop mit leerem Tabellenraster auf einem Holztisch, daneben ein Papierstapel mit Haftmarkern und eine Lupe
Jede Zelle mit Beleg: geprüft wird künftig direkt in der TabelleKI-generiertes Bild

Wer in Google Sheets eine Liste von Wettbewerbern, Händlern oder Messeausstellern mit der KI-Funktion um Webangaben ergänzt, konnte den Ergebnissen bisher nur glauben oder jede Zeile selbst nachrecherchieren. Seit dem 20. Oktober 2026 rollt Google eine Änderung aus, die das Prüfen erleichtert: Gemini hängt an jede erzeugte Zelle die Webquellen, auf die sich der Wert stützt. Beschrieben hat Google das am 28. Oktober im Workspace-Blog.

Zweite Neuerung ist die Menge. Eine Anfrage darf jetzt bis zu 3.000 Zellen umfassen, eine lange Lead-Liste muss also seltener in Blöcke zerlegt werden, bevor Gemini sie kategorisiert oder zusammenfasst. Google wirbt außerdem damit, die Funktion sei bei 500 Zellen bis zu 55-mal schneller als Handarbeit. Die Zahl stammt aus einer internen Studie mit 95 Teilnehmenden und englischen Prompts; über deutschsprachige Tabellen sagt sie wenig.

Wer bekommt die Quellen zu sehen?#

Tarif Quellen je Zelle
Business Standard und Business Plus ja
Enterprise Standard und Enterprise Plus ja
Google AI Pro und AI Ultra ja
Google AI Pro for Education ja

Admins müssen nichts einschalten: Wer Gemini in Sheets bereits nutzen darf, bekommt die Quellen automatisch, allerdings nur in Sheets im Browser. Der Rollout kann laut Google bis zu 15 Tage dauern. Zu Deutschland oder der EU macht Google keine eigene Angabe. Die deutschsprachige Hilfeseite zur KI-Funktion ist noch nicht nachgezogen: Sie beschreibt die Quellenansicht weiterhin als Angebot für Teilnehmende von Workspace Experiments und nennt 350 Zellen je Durchgang.

Für Marketingteams ist das vor allem eine Prüfhilfe, keine Garantie. Ein Klick auf die Quelle zeigt, ob die Mitarbeiterzahl eines Zielkunden von dessen Website stammt oder aus einem alten Branchenverzeichnis. Zusammen mit der BigQuery-Abfrage in normaler Sprache baut Google Sheets damit weiter zum Recherchewerkzeug aus, während Anthropic mit Claude in Docs, Sheets und Slides in dieselben Tabellen drängt.

Offen bleibt, ob die Quellenansicht auch in den Sheets-Apps für Smartphones ankommt. Google nennt bisher nur das Web. Ob die Apps folgen, dürfte die überarbeitete Hilfeseite zeigen, sobald der Rollout abgeschlossen ist.

Quellen (2)

GEMINISH<WERKZEUG<<<<<<<<<<<<<Q2<QUELLEN<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

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