LinkedIn-Daten: Wer KI-Kenntnisse angibt, wird häufiger eingestellt

Stellenanzeigen verlangen KI-Grundkenntnisse immer öfter, auch im Marketing. Doch nur 1,2 Prozent der Mitglieder von LinkedIn nennen eine KI-Fähigkeit.

Stapel Bewerbungsmappen auf einem hellen Holztisch neben einem geschlossenen Laptop, dahinter ein leerer Bürostuhl
Wer KI-Kenntnisse angibt, landet laut LinkedIn häufiger im Stapel der ZusagenKI-generiertes Bild

Wer im Marketing oder Vertrieb eine Stelle besetzt, konkurriert zunehmend um Leute, bei denen KI-Werkzeuge im Profil stehen. Laut einer Auswertung von LinkedIn werden Mitglieder, die KI-Grundkenntnisse angeben, um 78 Prozent häufiger eingestellt als Mitglieder ohne diese Angabe. Veröffentlicht hat die Plattform die Daten am 27. Oktober 2026, zusammen mit ihrem neuen Datenportal LinkedIn Pulse.

Die 78 Prozent beschreiben einen Zusammenhang, keinen Beweis. LinkedIn vergleicht Mitglieder mit und ohne die Profilangabe; wer KI-Kenntnisse einträgt, dürfte im Schnitt ohnehin aktiver nach einer neuen Stelle suchen. Eine Methodik nennt der Beitrag nicht. Bei Beförderungen fällt der Abstand mit 11 Prozent deutlich kleiner aus.

Marketing steht ausdrücklich auf der Liste#

LinkedIn zählt Marketing, Design, Projektmanagement, Verwaltung und Schreiben zu den Feldern, in denen Arbeitgeber zunehmend KI-Kenntnisse suchen, also nicht nur technische Rollen. Der Anteil der Stellenanzeigen, die solche Grundkenntnisse verlangen, ist in jedem der vergangenen zwei Jahre um rund 65 Prozent gewachsen und liegt inzwischen mehr als zehnmal so hoch wie 2023.

Eigene Zahlen zu KI-Kenntnissen in Deutschland enthält die Auswertung nicht. Deutschland taucht nur in zwei Ranglisten auf: Von Juli bis September 2026 gehörten KI-Ingenieur und Gründer hier wie in mehreren anderen großen Volkswirtschaften zu den zehn am schnellsten wachsenden Berufen.

Was folgt daraus für Stellenanzeigen?#

Die Lücke zwischen Nachfrage und Profilangabe hat für Teams zwei Seiten. Wer Personal sucht und in der Profilsuche nach KI-Fähigkeiten filtert, erreicht nur einen kleinen Teil der Leute, die Gemini oder Copilot längst im Alltag nutzen. Und wer sein Team wegen der KI-Schulungspflicht ohnehin weiterbildet, kann Kurse mit Nachweis wählen, die Beschäftigte später auch im Profil angeben können.

Marketingleitungen sollten in der nächsten Stellenanzeige deshalb konkret benennen, welche KI-Arbeit sie erwarten, etwa die Auswertung von Kampagnendaten mit einem Assistenten, statt pauschal „KI-Affinität“ zu verlangen. Passende Kurse mit Zertifikat sammelt das Weiterbildungsverzeichnis.

Quellen (2)

LINKEDIN<PRAXIS<<<<<<<<<<<<<<<Q2<QUELLEN<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

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