Google Ads bekommt Kanal-Prioritäten, Display-Regel fällt im Februar

Wer Search-Kampagnen mit eingeschaltetem Displaynetzwerk betreut, hat eine Frist: Ab Februar 2027 fällt dort die bisherige Ausgabenverteilung weg, und das Geld kann sich zwischen den Kanälen verschieben. Google Ads bringt dafür zwei freiwillige Regler, eine Priorität je Kanal und einen Budgetanteil für nachrangige Kanäle. Angekündigt hat sie Tal Akabas, Produktmanagement-Direktor bei Google Ads, am 14. Oktober im Google-Blog.
Die Zahl ist Googles eigene Empfehlung für den Übergang. Wer nichts riskieren will, stuft das Displaynetzwerk auf „Low priority“ und trägt 50 Prozent ein. Wer Display bisher eher mitlaufen ließ, kann den Anteil auch kleiner wählen und so sehen, wie viel Reichweite dort wirklich nötig ist, statt den Kanal ganz abzuschalten.
Dahinter steckt eine einfache Logik. Kampagnen finanzieren zuerst die Kanäle mit hoher Priorität, bei Ziel-CPA oder Ziel-ROAS innerhalb des Ziels, und geben erst den Rest an die nachrangigen. Den Deckel will Google nur „nach bestem Bemühen“ einhalten (on a best-effort basis). Für Kampagnen, die nicht am Budget hängen, ist er trotzdem der eigentliche Hebel, denn die Priorität allein ändert dort laut Google in der Regel nichts.
Was lässt sich wo einstellen?#
Die Regler kommen für Search, Shopping, Performance Max und Demand Gen, auf Konto- und Kampagnenebene und für gemeinsame Budgets. In Performance Max und Demand Gen fasst Google Search, YouTube, Maps, Gmail und Discover zu „Google-Kanälen“ zusammen. YouTube lässt sich in Performance Max also nicht hinter die Suche stellen, nur Suchnetzwerk-Partner und Displaynetzwerk.
Google nennt für die Einführung „in den nächsten Monaten“ und weltweit, einen eigenen Termin für Deutschland nicht. PPC Land hat die Hilfeseite ausgewertet: Danach lässt sich die Priorität nicht aus einem Verwaltungskonto setzen, sondern nur im einzelnen Kundenkonto, und API und Editor folgen später. Für Agenturen mit vielen Konten ist das Handarbeit. Anders als bei den automatischen Rabatten, für die Google Konten von selbst angemeldet hat, bleibt hier vorerst alles freiwillig; weitere Änderungen sammelt die Themenseite Google Ads.
Spätestens im Februar 2027 greift die Umstellung dann in jeder Search-Kampagne mit Display, in der bis dahin niemand eine Priorität gesetzt hat.
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