Volkswagen gibt 330.000 Beschäftigten Copilot: erst Chat, dann Agenten

Der Autokonzern begann mit dem Gratis-Chat und setzt jetzt auf Work IQ und Agenten. Was die Reihenfolge für die eigene Lizenzplanung bedeutet.

Copilot-Symbol in Regenbogenfarben auf einer kurvigen Landstraße vor Bergen im Abendlicht
Microsoft bebildert die Volkswagen-Meldung mit dem Copilot-Symbol auf einer Landstraße.Bild: Microsoft (mit KI erstellt)

Wer im eigenen Haus über Copilot-Lizenzen entscheidet, kann sich bei Volkswagen eine Reihenfolge abschauen. Die Volkswagen Group hat mehr als 330.000 Beschäftigte mit Microsoft Copilot ausgestattet, wie Microsoft am 21. Oktober 2026 mitgeteilt hat.

Am Anfang stand Copilot Chat, also der KI-Chat für Microsoft-365-Konten. Laut Microsoft zählte Volkswagen dort monatlich mehr als 300.000 aktive Nutzerinnen und Nutzer. Inzwischen arbeiten die Beschäftigten mit Copilot und Work IQ an anspruchsvolleren Aufgaben, in Entwicklung und Produktion ebenso wie im Einkauf und im Vertrieb. Laut Microsoft liefen innerhalb eines Monats mehr als 26.000 Agenten im Konzern. Wie viele der 330.000 Plätze volle Copilot-Lizenzen sind und was der Einsatz messbar gebracht hat, sagt die Mitteilung nicht.

Was trennt den Chat von der bezahlten Lizenz?#

Copilot Chat (Basic) ist in berechtigten Microsoft-365-Lizenzen enthalten. Laut der Übersicht in Microsoft Learn stützt er sich vor allem auf das Web und auf Inhalte, die man selbst hochlädt oder einfügt. In Outlook liest er zusätzlich Mails, Kalender und Besprechungen. Den breiten Zugriff auf Arbeitsdaten über Work IQ gibt es erst mit Microsoft 365 Copilot. Die Zusatzlizenz kostet laut Preisseite 26,00 Euro je Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung, zuzüglich Mehrwertsteuer, und setzt einen berechtigenden Microsoft-365-Plan voraus. Was der Chat bei aktiver Websuche an Bing schickt, steht in unserer Meldung zu Copilot Chat und Suchanfragen.

Ab wann lohnt sich die Zusatzlizenz?#

Sobald jemand den Chat ausreizt. Ein Marketing- und Vertriebsteam mit 20 Leuten zahlt für die volle Lizenz 520 Euro im Monat netto. Wer zuerst beobachtet, wer den Chat wirklich nutzt, vergibt die teuren Plätze gezielt: an die Kollegin, die Kampagnenberichte aus Teams-Protokollen und SharePoint-Ordnern zusammensucht, nicht an alle auf einmal. Ein Datenschutz-Vergleich der Assistenten steht im Ratgeber zu ChatGPT, Claude und Copilot.

Bei Volkswagen ist der Vertrieb ausdrücklich unter den Bereichen, in denen Copilot schon tiefer eingebunden ist. Eine Kennzahl zum Nutzen fehlt allerdings, die Mitteilung bleibt bei Produktivität und schnelleren Entscheidungen. Genaueres könnte die Präsentation auf der Microsoft AI Tour in Köln am 22. Oktober 2026 liefern, wo Sophie Vassarotti, bei der Volkswagen Group für Daten und KI zuständig, den Ausbau vorstellt.

Quellen (3)

VOLKSWAG<PRAXIS<<<<<<<<<<<<<<<Q3<QUELLEN<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

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