Ahrefs-Umfrage: Claude liegt im Content-Marketing vorn

Das Wichtigste in Kürze
- In der Ahrefs-Umfrage unter 301 Marketern nutzen 83 Prozent der KI-Anwender Claude, 76 Prozent ChatGPT und 58 Prozent Gemini.
- 68 Prozent der KI-Anwender arbeiten mit Skill-Dateien, 55 Prozent schreiben eigene.
- Nur 2,7 Prozent vertrauen KI-Texten ohne menschliche Prüfung; 22 Prozent legen den KI-Einsatz offen.
- Google verlangt seit dem 1. Oktober in seiner Doku, KI-Inhalte vor dem Veröffentlichen von Hand zu prüfen, auch Titel und Alt-Texte.
Claude liegt bei Content-Marketern vor ChatGPT, zumindest in einer Umfrage des SEO-Werkzeuganbieters Ahrefs. Von den Befragten, die KI für Inhalte einsetzen, arbeiten 83 Prozent mit Claude, 76 Prozent mit ChatGPT und 58 Prozent mit Gemini. Ahrefs hat die Ergebnisse am 30. September 2026 veröffentlicht; 301 Marketer haben geantwortet, 280 davon nutzen KI.
Die Zahl zeigt, wohin sich die Arbeit verschiebt: weg vom einzelnen Prompt, hin zu wiederverwendbaren Anleitungen, die Tonalität, Gliederung und Prüfschritte festhalten. Wer im eigenen Team noch jeden Blogbeitrag mit einem frisch getippten Prompt beginnt, kann hier ansetzen. Ein Skill für das Briefing und einer für den Faktencheck sind ein überschaubarer Anfang.
Mehrfachnennungen waren in diesem Jahr erlaubt, 2025 fragte Ahrefs nach einem Werkzeug. Die Prozentwerte sind deshalb kein Marktanteil. Hinzu kommt: Ahrefs verkauft selbst KI-Werkzeuge für Marketing, und eine Aufteilung nach Ländern veröffentlicht der Bericht nicht.
Mehr KI-Inhalt, aber kaum jemand verzichtet auf die Prüfung#
74 Prozent der KI-Anwender sagen, ihr Anteil an veröffentlichten KI-Inhalten sei gewachsen. Ungeprüft vertrauen aber nur 2,7 Prozent den Texten; zwei Drittel tun es nur, wenn ein Mensch vorher drübergeht. 29 Prozent lassen KI-Texte inzwischen von einer KI gegenlesen, in der Umfrage 2025 waren es 14 Prozent. Offen damit umgehen wenige: 22 Prozent sagen ihren Lesern, dass KI beteiligt war.
Die Prüfpflicht hat Google gerade schriftlich gemacht. Am 1. Oktober hat Google seinen Leitfaden zu KI-generierten Inhalten ergänzt: Alle KI-Inhalte sollen vor dem Veröffentlichen von Hand auf Richtigkeit geprüft werden, ausdrücklich auch Title-Elemente, Meta-Beschreibungen, strukturierte Daten und Alt-Texte.
Genau dort rutscht in vielen Teams am meisten durch. Meta-Beschreibungen und Alt-Texte entstehen oft per Massenbearbeitung im CMS, und selten liest sie danach noch jemand. Wer einen Prüf-Skill baut, sollte die Felder deshalb ausdrücklich mitnehmen.
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