So prüfen wir MCP-Server
Wir lesen für jeden Server des Herstellers die Dokumentation und tragen nur ein, was dort steht. Ausprobiert oder mit einem Konto getestet wird kein Server. Jede Prüfung bekommt ein Datum, der nächste Termin steht 60 Tage später im Eintrag. Die Rechte-Ampel ordnet ein, was ein Server im Konto kann, und ist keine Sicherheitsprüfung.
Im Verzeichnis stehen 865 MCP-Server, davon 123 Hersteller-Einträge mit Prüfdatum. Letzte Prüfung am 12.10.2026, älteste am 11.10.2026, als Nächstes fällig am 10.12.2026.
Welche Quellen gelten?
Maßgeblich ist die Dokumentation des Herstellers, für Endpunkt und Beschreibung auch der offizielle Registry-Eintrag. Sie sind die einzigen Quellen für Aussagen über Endpunkt, Anmeldung, Status, Tarifnamen und Datenschutz. Wir rufen sie nur ab, wenn die robots.txt der Seite es erlaubt, mit einem Abruf je Seite, und umgehen keine Sperren. Seiten, die sich nicht abrufen lassen, bleiben zurückgestellt.
- Hersteller-Dokumentation: Wahrheit für alles, was ein Hersteller-Server ist und kann.
- Offizieller Registry-Eintrag: gilt als Beleg, wenn der Hersteller seinen Server in der MCP Registry veröffentlicht hat.
- Repository (Community-Server): Lizenz, Stand des letzten Commits und die Zugriffe, die das Paket deklariert.
- Claude-Connector-Verzeichnis: nur ein Signal, dass es einen Connector gibt (Name, Hersteller, Adresse). Es belegt nie eine Aussage.
- Verzeichnisse und Marktplätze Dritter (etwa Smithery, Glama, mcp.so) gelten nicht als Beleg.
Was heißt Hersteller-Beleg?
Ein Server steht nur dann als offizieller Server des Herstellers im Verzeichnis, wenn Endpunkt und Beschreibung wörtlich in der Hersteller-Dokumentation oder im offiziellen Registry-Eintrag stehen. Anmeldung, Tarife und Datenschutz tragen im Eintrag ihre Quelle, jede Dienstseite nummerierte Belege mit Abrufdatum.
| Angabe | Quelle | Prüfung |
|---|---|---|
| Endpunkt und Beschreibung | Hersteller-Dokumentation oder offizieller Registry-Eintrag | Beides muss wörtlich in der Quelle stehen. Zusätzlich fragt ein Skript den Endpunkt einmal ohne Anmeldung an; jede Antwort außer „nicht gefunden“ oder Serverfehler zählt als erreichbar. |
| Anmeldung | Hersteller-Dokumentation; bei OAuth die Namen der angebotenen Berechtigungen | Art (OAuth, Token, beides, keine) und Berechtigungsnamen müssen zur Quelle passen. Aus der Probe ohne Anmeldung lesen wir nur die Berechtigungsnamen, nie Inhalte. |
| Status (GA, Beta, Vorschau) | Hersteller-Dokumentation | Wörtliche Angabe des Herstellers, sonst keine. |
| Tarife | Hersteller-Dokumentation | Nur Tarifnamen, nie Preise. Abos von Claude oder ChatGPT sind kein Tarif des Herstellers und stehen nicht drin. |
| Datenschutz | Seiten des Herstellers zu Auftragsverarbeitung und Datenregion | Verweis und Region aus der Quelle. Wir urteilen nicht, ob ein Einsatz zulässig ist. |
| Rechte | Werkzeugliste, Paketangaben, Struktur (Hooks, Skripte) | Die Rechte-Ampel ordnet ein, was der Eintrag im Konto kann. |
| Lizenz und Pflege (Community-Server) | Repository des Servers | Lizenz laut Datei im Repository, Stand des letzten Commits. Ein alter Commit ist ein Hinweis, kein Beweis. |
Wie entsteht die Rechte-Ampel?
Die Ampel ordnet jeden Eintrag in eine von vier Klassen. Grundlage sind die Werkzeugnamen und ihre Beschreibungen, die deklarierten Zugriffe, die Struktur von Skills und Plugins (Hooks, Skripte) und bei Remote-Servern die Anmeldung. Sie ist eine Einordnung, kein Urteil über Sicherheit und keine technische Prüfung.
- Liest nurDer Eintrag hat eine belegte Werkzeugliste, und jedes Werkzeug darin liest nur.
- Liest und schreibtMindestens ein Werkzeug oder eine deklarierte Fähigkeit legt Daten an oder ändert sie.
- Löscht, versendet oder führt ausMindestens ein Werkzeug löscht, sendet Nachrichten, veröffentlicht, zahlt oder führt Befehle aus.
- Keine AngabenDie Quellen nennen keine Werkzeugliste oder zu wenig, um „liest nur“ zu belegen. Das heißt nicht, dass der Server harmlos ist.
„Liest nur“ gibt es ausschließlich mit belegter Werkzeugliste. Bei Remote-Servern ohne Werkzeugliste leitet die Ampel aus den Fähigkeitssätzen höchstens Schreib- oder Aktionsrechte ab, nie „liest nur“. Die Detailseite eines Eintrags nennt die Gründe der Einordnung.
Wie oft prüfen wir?
Jeder Hersteller-Eintrag trägt das Datum der letzten Prüfung und den nächsten Prüftermin 60 Tage danach; zulässig sind höchstens 120 Tage. Der Eintrag speichert außerdem eine Prüfsumme der Dokumentationsseite. Beim nächsten Abruf zeigt sie, ob sich die Seite geändert hat.
Was wir nicht tun
- Keine Testkonten. Wir verbinden keinen Server mit einem Konto und führen keine Werkzeuge aus. „Geprüft“ heißt: Dokumentation gelesen und mit dem Eintrag abgeglichen.
- Keine Preise. Tarife nennen wir nur mit Namen, weil sich Preise schneller ändern als unsere Prüftermine.
- Keine Rechtsberatung. Die Kästen „Vor dem Verbinden klären“ auf den Dienstseiten nennen die Fragen zu Auftragsverarbeitung, Datenfluss und Drittland, nicht die Antwort für dein Unternehmen.
- Keine Noten. Es gibt keinen Gesamtscore. Du siehst die Angaben und ihre Quelle und entscheidest selbst.
Wie wir arbeiten
Die Redaktion arbeitet mit KI und schreibt jede Aussage in eigenen Worten mit Quelle je Aussage. Prüfskripte gleichen die Texte vor der Veröffentlichung mit den Quellen ab: Quellenbezug je Aussage, keine Preise, begrenzte Wortübernahme aus der Quelle. Dienstseiten liest eine zweite Prüfung zusätzlich gegen jede einzelne Quelle gegen, dazu kommen Stichproben. Mehr zu unseren Grundsätzen steht unter Redaktion.
Fehler und Änderungswünsche gehen an redaktion@agentenwoche.de. Löschwünsche von Anbietern setzen wir sofort um.
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Häufige Fragen
Testet ihr die MCP-Server selbst?
Nein. Wir verbinden keinen Server mit einem Konto und führen keine Werkzeuge aus. Die Angaben stammen aus der Dokumentation der Hersteller, aus offiziellen Registry-Einträgen und aus einer Anfrage an den Endpunkt ohne Anmeldung.
Was heißt „Doku geprüft am“?
Wir haben an diesem Tag die Dokumentation des Herstellers gelesen und den Eintrag damit abgeglichen. Es heißt nicht, dass wir den Server ausprobiert haben. Der nächste Prüftermin liegt 60 Tage später.
Ist die Rechte-Ampel eine Sicherheitsprüfung?
Nein. Sie ist eine Einordnung aus Werkzeugliste, Paketangaben und Anmeldung und sagt, was ein Server im verbundenen Konto tun kann. Ob ein Server sicher ist, sagt sie nicht.
Wie melde ich einen Fehler oder möchte einen Eintrag ändern lassen?
Schreibe an redaktion@agentenwoche.de. Löschwünsche von Anbietern setzen wir sofort um, Korrekturen mit Quelle prüfen wir und übernehmen sie.